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WoMo - Reisebericht |
Zusammenfassung
Freiheit, Schönheit, Abenteuer, Kultur und nette Menschen, so lässt sich der Peloponnes in wenige Worten fassen. Nirgendwo anders im südlichen Europa haben wir uns als Wohnmobilisten in solch einer schönen Landschaft so frei bewegen und so viele Abenteuer erleben können.
Wir waren 3 Wochen von Mitte August bis Anfang September unterwegs und umrundeten mit ca. 1000 km den Nordteil des Peloponnes über die Route Patras – Korinth – Methana – Nafplio – Olympia – Kalogria – Patras. Die Reise war derart erlebnisreich, dass wir an jeder Station jeweils nur zwischen 1 und 3 Tagen verweilten. Wir übernachteten der Einfachheit halber immer frei und hatten nie Sorge um unsere Sicherheit. Bis auf Kalogria standen wir oft alleine oder mit 1-2 weiteren Womos zusammen.Viele der Reisenden zieht es direkt an die Westküste runter zu den „Fingern“, doch auch der Nordteil hat seinen Reiz wie unsere Erlebnisse zeigen.
Wie Sie zwischen den Zeilen sicherlich lesen werden, gehört dieser Urlaub zu unseren schönsten. Die nächsten Jahre sind bereits für Griechenland reserviert.
Neben all der Schwärmerei gibt es natürlich, wenn auch nicht viel, negatives/kritisches anzumerken:
Die Fährpreise sind teuer, haben aber eine große Spannweite, Recherche lohnt sich
Die Verständigung mit Einheimischen ist oftmals auf Griechisch begrenzt, ein paar Brocken Griechisch mehr würden sich auszahlen
Die Natur ist stellenweise sehr vermüllt
Als Reiseführer wählten wir:
zur Übersicht „Griechenland“ von Dorling Kindersley Vis-A-Vis; ISBN 3-928044-24-9
für die Details „Peloponnes“ von Michael Müller Verlag; ISBN 3-89953-123-X
für die WoMo-Bedürfnisse „Mit dem Wohnmobil auf die Peloponnes“ vom WOMO-.Verlag; ISBN 3-928840-69-X
für die Orientierung die Karte ROAD Peloponnese 1: 250000; ISBN 960-8481-15
Anreise: Stuttgart – Ancona - Patras
Unsere Standard-Route führte uns auch dieses Mal wieder in den Süden. 900 km waren zu bewältigen. Ich teilte mir die Strecke in zwei Etappen ein. Der erste Rutsch führte uns von Stuttgart über Singen, Zürich, den St. Gotthard-Tunnel bis kurz hinter Mailand, ca. 500 km und 7h Fahrzeit. In der Schweiz erwischte uns ein kleiner Monsun-Regen, blitzeblank gewaschen kamen wir in Italien an. Der 2. Teil führte uns, nach einer kurzen Schlafpause, durch die Po-Ebene bis nach Ancona, ca. 400 km und 5 h. Somit waren wir wieder mal pünktlich zum Frühstück an unserem ersten Ziel angekommen. Wir suchten uns ein schönes Plätzchen am Strand bei Marina di Montemarciano. Gegen 13:00 rollten wir dann die letzen Kilometer zum Fährhafen nach Ancona, dort wartete bereits unsere Fähre nach Griechenland. Wir reihten uns in die Schlange am Kai ein, erledigten die unkomplizierten Eincheck-Formalitäten und warteten auf das Kommando der Fährleute zur Einfahrt. Unsere Fährgesellschaft hieß Anek, ich hatte sie über’s Internet www.greek-ferriers.com gebucht. Für die Überfahrt Ancona-Patras und zurück in der Nebensaison muss man laut Preisliste mit 2 Erwachsenen, 2 Kindern und einem 7m-Womo mit Camping on Board mit ca. 600 Euro rechnen. Im Gespräch mit anderen Mitreisenden habe ich erfahren, dass dieser Preis jedoch noch deutlich nach unten korrigierbar ist, es lohnt sich nach den Angeboten in den Reisebüros oder auf den Touristikmessen (z.B. CMT in Stuttgart) zu fragen und möglichst früh zu buchen. So zahlte ein Pärchen mit 7m-Womo und Kabine nur 370 Euro.

Nachdem wir auf unserem Platz eingeparkt und den Strom angeschlossen hatten, legte die Fähre auch schon ab und machte sich auf den Weg nach Griechenland. Auf der Fähre gab es viel zu erkunden, den Swimming Pool, das Spielzimmer, die Einkaufsläden, die Restaurants und die Disco, sowie die vielen Innen- und Außendecks. Der Aufzug über die unteren 10 von insgesamt 12 Stockwerken erleichterte die Besichtigung. Der Weg zur Antike brachte auch noch eine Zeitumstellung von plus einer Stunde mit sich, so dass sich der Abend im Nu dem Ende zu neigte. Die Nacht war abgesehen von einem windigen Schauer ruhig. Gegen 9:00 Uhr am Morgen legten wir bereits in Igumenitsa, dem ersten griechischem Fährhafen an, gut die Hälfte der Urlauber verließ hier bereits das Schiff, um das Festland zu erkunden oder sich auf den Weg zu den Inseln über den Anschlusshafen Pieräus (Athen) zu machen. Wir blieben und verbrachten die verbleibenden 6 Stunden bis Patras mit Schwimmen im Pool, im Spielzimmer und Ausschau halten nach dem Festland und Inseln, an denen wir vorbeizogen. Angekommen in Patras galt unser erstes Ziel einer „Tanke“, um unseren Dieseltank zu füllen und uns an den niedrigen Spritpreisen zu erfreuen: „92 Cent / Liter Diesel“.

Die Rundreise um den Nordteil des Peloponnes

Diakofto – Trails & Rails & More
Diakofto liegt im westlichen Drittel des Golfes von Korinth. Dieser kleine nette überschaubare Ort bietet einige Läden, Restaurants & Bars. Selbstverständlich auch eine großzügige Strandpromenade mit Kiesstrand. Hier ließen wir uns nieder, um die ersten Tage zu genießen.

Außer Sonnen, Baden und Bummeln bietet die Umgebung jedoch noch einiges mehr, z.B.:
Mit der
Zahnradbahn durch die abenteuerliche Schlucht des Vouraikos. Entweder
bis nach Kalavyrta zur Stadtbesichtigung,
oder wie wir es gewählt haben, Ausstieg auf halber Strecke bei
Zachlorou und von dort eine 1 ½ stündige
Wanderung bis zum Kloster Mega Spileo. Das Kloster ist hoch oben wie
ein Taubennest an den
Berg gebaut. Eine kleine Höhle mit Quelle wurde dabei in den
Bau mit eingeschlossen. Das Kloster ist zur Besichtigung offen, bis auf
eine Zeit von 13:00 – 14:00 Uhr. Angemessene Kleidung ist
jedoch Pflicht, so müssen die Frauen Röcke tragen und
die Männer lange Hosen (3/4-Zip geht auch durch:-)).
Für die nicht vorbereiteten steht entsprechende Kleidung in
der Eingangshalle zur Verfügung. Der Eintritt kostet 2 Euro
pro Person. Wir empfanden das Kloster als sehr authentisch und
sehenswert.
Aufgrund der Attraktivität der Bahnfahrt will diese zu den Hauptferienzeiten jedoch
früh gebucht sein. In zweierlei Hinsicht, 1-2 Tage im Voraus
um noch einen Platz zu bekommen und möglichst früh am
Morgen, dann sind die Chancen am besten noch genügend freie
Plätze zu bekommen. Unser Zug fuhr um 6:58 Uhr mit dem
Sonnenaufgang! Dies hatte auch den angenehmen Nebeneffekt bei
kühlen morgendlichen
Temperaturen und einem schönen Licht den Aufstieg zum Kloster
zu machen. Die Fahrt von Diakofto bis Zachlorou dauert 50 Minuten und
kostet pro Person Hin- und Rückfahrt 6,80 Euro. Die Bahn
fährt ca. 6 mal am Tag. Wir hatten uns für die
Rückfahrt um 13:40 Uhr entschieden und hatten so
genügend Zeit für die Wanderung, die Klosterbesichtigung und ein
stärkendes Mittagessen in einer der zwei Tavernen
am Bahnhof Zachlorou.

An den steilen Stücken der Schienentrasse
wird der Zahnradantrieb
eingeschaltet. Hier war es auch wo der Lokomotivführer und die
Schaffner auf die ungewöhnlichen Geräusche des Motors
aufmerksam wurden, Diagnose „Maschinenschaden“. Der
Zug wurde gestoppt, der Rückwärtsgang
eingelegt und fast ohrenbeteubend
bis zur naheliegenden
Ausweichstelle zurückgefahren. Bei dem Gedanken, der Antrieb
könnte ganz versagen wurde mir Angst und Bange, doch das Bahnpersonal blieb ruhig, und das
Abstellgleis war schnell erreicht. Wir wurden aufgefordert auszusteigen und auf den Ersatzzug zu warten. Eine
ältere griechische Touristin übersetzte. Dieses
Erlebnis wäre auf einer normalen Zugfahrt
unter dem alltäglichen Zeitdruck ein ärgerliches
Erlebnis gewesen. Hier jedoch ein kleines Abenteuer und nicht zuletzt
eine kostenlose Verlängerung der Bahnfahrt!
Mit dem Mountainbike auf einem der
unzähligen Trails durch das bergige Hinterland.
Die Vouraikos-Schlucht kann im unteren Viertel mit dem Rad befahren
werden. Danach führt leider nur noch der Schienenweg durch
unzählige Tunnel und über viele Brücken
weiter.
Ich wählte einen Rundkurs von Diakofto, über die gut
ausgebaute Straße nach Paralia Trapezis in Richtung Kalavryta
bis nach A.Diakofto und von dort auf einer kleineren
Nebenstraße nach Katholiko. Hier beginnt rechts der kleinen
Kirche ein staubiger Weg durch die Oliven-Plantagen, langgestreckt an der Bergflanke entlang bis zu einer
Kapelle und von dort in einer atemberaubenden Abfahrt nach Trapeza und
Diakofto zurück. Die Fahrt dauert ca. 2,5 Stunden und
erfordert gute Kondition da ca. 500 Höhenmeter
überwunden werden müssen.


In A.Diakofto fragte ich einen älteren Griechen
nach den weiteren Wegemöglichkeiten
zurück nach Diakofto. Da hatte ich genau den Richtigen
erwischt, denn er erzählte mir nach Abklärung meiner
Nationalität, dass er in seiner Jugend 4 Jahre lang in
Mannheim bei Schindler Aufzugsmechaniker,
„von allem ein wenig“ wie er sagte, gelernt hatte.
Danach wurde er vom griechischen Militär eingezogen und wollte
aufgrund der vielen Ausländer ;-) nicht mehr nach Deutschland
zurück. Dies lag schon 50 Jahre zurück, hatte seiner
deutschen Sprachkenntnis und seiner Begeisterung über uns
Deutsche aber keinen Abschlag
getan. Er schwärmte von der deutschen Tüchtigkeit und
den deutschen Philosophen, so dass es mir fast peinlich wurde. Nebenbei
bekam ich den obigen Traum-Trail
erklärt.
Surfen in Xylokastro
Dies ist einer der Local-Surf-Spots am Golf von Korinth. Bei günstiger Wetterlage entstehen hier 6 Beaufort und mehr, und eine Dünung >2m. Ich hatte das Glück an solch einem Tag am rechten Ort zu sein und konnte es voll auskosten – es war ein Traum. Sollte der Wind einmal nicht mitmachen, was leider sicherlich häufiger der Fall sein wird, kommt man von hier über die Trikla-Dörfer hoch zur Ziria, dort lockt einer der höchsten Berge der Insel, wilde Täler und Höhlen.

Als wir abends ankamen, gesellte ich mich noch zu den Locals (griechische Windsurfer) und bekam auch gleich Kontakt. Einer von Ihnen sprach sogar sehr gutes Deutsch, dies hatte er in 12 Jahren in der Schule nahezu perfekt gelernt. Er zeigte mir mit Unterstützung eines weiteren Surfers auf meiner Karte noch einige griechische Surfspots und reizvolle Strände und Städte.
Kultur in Korinth
Wer Korinth sagt meint nicht die neue 27.000 Einwohner zählende Verwaltungsstadt einschließlich der vielen hässlichen Industrieanlagen drum herum, sondern das antike Korinth. Den Verkehrsknotenpunkt zwischen Europa und Asien, der vor 2000 Jahren 300.000 Einwohner zählte, die alle sehr wohlhabend waren und ihren Gelüsten nachgingen.
Doch es gibt hier noch weit mehr zu sehen, z.B. Akrokorinth eine mächtige Burganlage oberhalb der antiken Stadt, auf einem schroffen Felsen in einer Höhe von ca. 500 Meter gebaut. Nicht nur Aphrodite soll hier in ihrem berühmten Tempel mit 1000 heiligen Huren gelebt haben, sondern auch Byzantiner, Franken, Türken, Venezianer und schlussendlich auch Griechen haben hier gekämpft und gelebt. Die erste Besiedlung vermutet man bereits im 7. Jh. v. Chr. Man erreicht die Burg über eine kurvige Straße 3km hinter der Ausgrabungsstelle. An einem Wasserbrunnen muss man sich links halten, dort fehlen Hinweistafeln. Es empfiehlt sich gutes Schuhwerk zu tragen, da es dort überwiegend grobe Stein- und rutschige Schotterwege gibt. Wer die schönsten Aussichten erleben will, kommt ums Klettern nicht umher. Die Burg und der Berg ist ein absolutes Muss für Kinder und Panorama-Fantiker. Wer alles sehen will sollte 2-3 Stunden Zeit mitbringen, und diese wenn möglich früh am morgen – der Hitze wegen.
Das alte Korinth, bzw. die Ausgrabungsstätte veranschaulicht noch heute, wie wohlhabend die Stadt gewesen sein muss. Im Museum zeugen viele Statuen, Porzellan und Schmuck von diesem Reichtum. Das Wahrzeichen von Korinth – die sieben Säulen des Apollon-Tempels stehen eindrucksvoll inmitten der Ausgrabungsstätte.

Der Kanal von Korinth ist ein weiteres Zeichen der mittelalterlichen Baukunst. Die Verwirklichung ließ jedoch einige Jahrhunderte auf sich warten. Erste Skizzen kennt man aus dem frühen 6. Jh.v.Ch. Erbaut wurde der 6,3 km lange, 25m breite und 45m ins Erdreich eingeschnittene Kanal jedoch erst 1893 nach 12 jähriger Bauzeit. Den besten Blick hat man vom Fußgängerweg der Autobrücke. Zu erreichen ist dieser Aussichtspunkt von Korinth über die Autobahn Richtung Athen, an der Ausfahrt Loutraki raus und rechts halten. Parkmöglichkeiten gibt es sowohl vor, wie auch nach der Brücke. Selbstverständlich ist dieses touristische Highlight entsprechend bewirtschaftet mit vielen Souvenir-Shops und Imbiss-Buden. Selbst Bungee Jumping wird von der Brücke angeboten.
Wir übernachteten auf dem Parkplatz von Akrokorinth, also hoch oben mit Blick auf den Golf von Korinth. Die Aussicht ist sensationell, vor allem abends wenn die Lichter der Städte zu einem hoch funkeln.
Relaxen in Korfos
Unser Rhythmus „½ Tag Sightseeing und 1 ½ Tage Strandleben“ hatte sich schon derart eingespielt, dass es uns automatisch wieder ans Wasser zog. Korfos, ein abgelegenes Fischerdorf mit einem schönen Naturhafen ist wie dafür gemacht. Gleich am Anfang des Dorfes liegt ein breiter befahrbarer Kiesstrand, der sich als Stellplatz anbietet. Das Dorf kann seine Nähe zu Korinth und Athen nicht leugnen. Viele schöne Villen und teure Autos säumen die Straßen. So bleibt es abzuwarten, bis diese Bucht uns Womos verschlossen wird. Die Schranke steht schon warnend an der Einfahrt zum Kiesstrand! Uns wurde berichtet, dass diese auch von Zeit zu Zeit geschlossen, wird, wir hatten Glück.

Bei meiner morgendlichen Exkursion mit meinen Bike blieb ich zwar erfolglos was einen schönen Trial anging, doch entdeckte ich einen griechischen Tante Emma Laden wie er besser nicht sein konnte. Hier gab es alles, von Getränken, Espressokocher übers Motoröl bis hin zum Gefriergut. Auf die Frage nach der Öffnungszeit, bekam ich als selbstverständliche Antwort „Jeden Tag von 8:00 Uhr morgens bis 11:00 Uhr abends.
Theater in Epidauros
Ein Theater der antiken Superlative, 110 Stufen bis zur obersten 55. Sitzreihe in 22 Meter Höhe, 14.000 Zuschauer fassend und in einer grandiosen Landschaft eingebettet, und bereits 2300 Jahre alt, dies sind die Kenndaten des Theaters in Epidauros. Es liegt bei Asklipiio auf der Verbindungsstraße zwischen Archea Epidavros und Nafplio. Um die Besuchermassen der dort immer noch stattfindenden Theaterfestspiele aufzunehmen, hat man dort riesige Parkplätze angelegt. Diese Festspiele finden jährlich im Juli und August statt. Das Programm und weitere Informationen bekommt man über das Athen-Festival-Büro 210 3221459. Da dort ausschließlich nur Griechische Klassiker in der Landessprache aufgeführt werden, lohnt es sich sicherlich die Geschichte vorher verstanden zu haben ;-). Der Preis für eine Karte in den oberen Rängen bewegt sich bei ca. 20 Euro. Selbstverständlich gehörte zu so einem Theater auch die entsprechende Infrastruktur, sprich Herbergen, Tempel, usw. Diese können in der Ausgrabungsstätte nebenan gleich mitbesichtigt werden. Das für uns imposanteste Bauwerk waren die Grundrisse des Katagonion, ein ehemals zweistöckiges Gästehaus mit 160 Zimmern.

Wir reisten dort in der kühlen Abendsonne an, und wunderten uns bereits über das hohe Verkehrsaufkommen, je näher wir dem Theater kamen, desto größer wurde dieses, selbst die Polizei war im Einsatz. Als wir am Parkplatz ankamen, dämmerte uns warum. Es war der letzte Samstag im August und die letzte Vorstellung des Festivals wurde gegeben. Die großen Parkplätze nahe dem Eingang waren bereits voll mit Autos uns Bussen. Wir suchten für die Nacht einen weiter entfernt liegenden auf, wo auch bereits andere Womos hin geflüchtet waren. Ich versuchte gegen Abend noch einen Blick oder Gesang von der Vorstellung zu erhaschen, doch dies war aussichtslos, jeder Zuweg war durch Security abgesichert. Als uns nächsten Morgen deutsche Touristen dieses Schauspiel als unvergessliches Erlebnis beschrieben, stand für uns fest, dieses Highlight in einem späteren Urlaub zu buchen.
Am Ende von Methana
Inseln sind ja bekanntlich die schöneren und einsameren Landstriche einen Landes. Halbinseln wie Methana haben, wie der Name schon sagt, ja den Vorteil nicht Übersetzen zu müssen. Somit zog es uns auf Methana. Da die Stadt selbst, bis auf den Hafen und die Strandpromenade, wenig Stellplatzmöglichkeiten am Strand bietet, trauen wir uns weiter in die Insel. Mut war hier mit einem großen Womo auch notwendig, erst recht wenn man sich auf einem Rundkurs in das Innere der Insel traut. Hier schlängelt sich eine schmale Straße in engen Kehren durch die unberührte Landschaft. Wir fanden unseren Traumstrand: Dunkler feiner Sand, schattenspendende Überdachungen und ein durch eine kleine Hafenmole geschütztes Riesen-Planschbecken für die Kids. Hinter uns eine Taverne und eine kleine Griechische Kapelle – die Expedition hatte sich gelohnt. Wir hatten fast schon ein schlechtes Gewissen, als Touristen in dieses Kleinod mit unserem großen weißen Camper hier einzubrechen, doch die Einheimischen waren nach einer ersten Beobachtungsphase sehr freundlich.

Wer auf einen schönen Strand verzichtet, ist im Hauptort der Insel sehr gut aufgehoben. Hier locken heiße Schwefelquellen im Meer, und eine lange Uferpromenade mit vielen Cafés und einem schönen Ausblick auf die nahe Insel Póros lädt zum flanieren ein.
Wer die Landschaft und Natur sucht, der findet auf der Insel auch sein Glück. Viele kleine Schotter/Staubwege locken Mountainbikefahrer und Wanderer ins Innere der Insel, z.B. zum erloschenen Vulkan im Nordorsten. Doch Vorsicht, wenn der Weg mehr in eine Machia übergeht, macht diese den Fahrradschläuchen schnell den Gar aus. Der Plattfuß der Schläuche ist durch die vielen Dorneneinstiche nicht mehr reparabel und die Plattfüße nach dem Zurücktragen des Rades ebenfalls sehr schmerzhaft ;-).
Als wir nach dem letzten Abstieg von den Bergen der Insel am nördlichsten Fischerdorf ankamen, und auf der Dorfstraße zwischen Häusern und Meer lang hoppelten, wurden wir von einer Mittag-essenden Familie lautstark begrüßt. Ich stoppte und wurde sogleich neugierig ausgefragt. Beim Anblick meiner 3 Kids und mir - alle blond – war Schweden die erste Vermutung unserer Herkunft. Nachdem ich Germany sagte lautete der zweite Versuch „Hamburg“. Mit Stuttgart lüftete ich dann das Geheimnis unsrer Herkunft. Auf die Frage nach einem Strand wurde mir gedeutet, ich solle nur weiter fahren: „Same route here and there“. Es konnte also nicht mehr schlimmer kommen. Als Abschied und weitere Wegzehrung erhielt ich noch zwei gegrillte Fische und ein Stück Brot – Ich muss wirklich geschafft ausgesehen haben :-).
Die Teufelsbrücke
Nicht weit von der Methana liegt Trizina im Inland. Ein großes Schild „Devil’s Bridge“ lockt schon weit vor dem Dorf die abenteuerlichen Touristen an. Das Bauerndorf liegt nahe dem antiken Troizen, viele Ruinen sind weit verstreut und teilweise schwer zu finden. Unser Ziel war jedoch die Schlucht des Chrisoroas Flusses. Im Sommer bleibt von diesem Fluss jedoch nur noch ein kleines Rinnsal mit vielen Badegumpen übrig, so dass man mit einwenig Kletterbegeisterung seinem Verlauf „stromaufwärts“ folgen kann. Die Teufelsbrücke ist gleich am Anfang dieser Schlucht. Eine Steinbrücke, nur 5 Meter lang, aber dafür in einer Höhe von 20m. Der linke Weg führt hinauf in die Schlucht, zuerst über einen morastigen Waldboden und dann am Rande der Schlucht und im Flussbett weiter. Das wenige Wasser sammelt sich teilweise in großen Badegumpen in denen sich viele Frösche tummeln. So führt der Pfad immer weiter aufwärts, er endet scheinbar nie, doch zwingt einen die immer höher werdenden stachlige Machia früher oder später zur Umkehr. 1-2 Stunden sollte man für die Wanderung durch die Schlucht einplanen. Die beste Schuhwahl sind wassergeeignete Treckingsandalen, da wie schon beschrieben der Pfad teilweise durchs Wasser führt. Wir waren absolut begeistert und können diese Schluchtenwanderung als großes Abenteuer für kleine Kinder (>5 Jahre) nur wärmstens empfehlen.
Durch unseren Wohnmobil-Reiseführer wussten wir zwar, dass der Weg bis zum Parkplatz für größere Womos nicht geeingnet war, doch ließ uns der mit Stühlen ausstaffierte Dorfplatz/Parkplatz keine andere Wahl, als der engen Straße weiter zu folgen. Die am Straßenrand sitzenden Dorfeinwohner zeigten keinerlei Beunruhigung und wiesen uns den Weg weiter. Ein älterer Mann reichte uns sogar einen handgezeichneten Lageplan der hiesigen Sehenswürdigkeiten. Die Befahrung der Straße war für uns aufgrund der Höhe (3,10m) nur bis zu einer Weggabelung möglich, rechterhand geht es zur den Ruinen, linker Hand zur Teufelsbrücke. Wir schlugen hier unser Basislager auf, um am nächsten Morgen von hier zu Fuß zu starten, bis zur Brücke waren es nur noch 15 Min. Gehzeit.
Abendliche griechische Spaziergänger waren an unsere Herkunft sehr interessiert und versuchten es am Nummernschild herauszufinden. Als ich die Tür öffnete wurde wir sehr freundlich in bestem Deutsch willkommen geheißen. Es war ein ehemaliges Gastarbeiter-Ehepaar aus Freiburg. Sie versicherten uns, dass wir hier bei Ihnen in Trizina keine Angst haben müssten – sie konnten ja nicht ahnen, das solche Plätze, fernab jeglicher Zivilisation, unsere bevorzugten Übernachtungsplätze sind. „Sie haben sich in Deutschland sehr wohl gefühlt und haben nur gute Erinnerungen an diese Zeit“ teilten sie uns freudig mit und wünschten uns noch einen ebenso angenehmen Aufenthalt.
Wir umrundeten nun den „Daumen“ des Peloponnes. In Galatas kann man in mehreren Supermärkten und Läden die Vorräte gut auffüllen, um sich dann auf den Weg durch das sehr karge Land zu machen. Unser Begleiter war ein starker ablandiger Wind, der die Rauheit dieses Landstriches noch mal verstärkte. Geeignete Stellplätze entdeckten wir nur ganz im Osten, quasi am Fingernagel des Daumens, und in der Bucht von Achtaditsa. Letztere wählten wir auch als Badeplatz für den restlichen Tag aus. Am Abend fuhren wir wieder über Ermioni, Krandi bis zum kleinen Dorf Fourni und von dort über die Stichstraße bis zum Traumstrand vor der Franchthi-Höhle.
Am Ende des linker Hand liegenden Parkplatzes beginnt der mit roten Pfeilen markierte Wanderweg entlang der Küste. Man läuft ca. 15 Min. bis zum Eingang der Höhle. Dort erwartet einen ein gigantisches Loch in der Felswand. Aufgrund der Größe und Symmetrie könnte man die Höhle eher als Saal bezeichnen. Im hinteren Teil befindet sich eine zweite fast ebenso große Öffnung. Beim Abstieg zum Höhlengrund lauern einige Spalten, manche sind ½ Meter breit und bis zu 10 Meter tief. Der nahezu ebene Boden ist schnell erreicht, hier findet man noch die Löcher von Ausgrabungen vor. Die Höhle wäre keine Höhle, wenn sie nicht einen Eintritt in die dunkle Unterwelt hätte. Wenn man auf der gegenüberliegenden Seite die groben Felsbrocken hochklettert, dann linker Hand wieder hinunter und sich dann rechts hält zeigt sich die eigentliche Höhlencharakter. Das Licht wird schummriger und die Höhlendecke flacher. Im unteren linken Teil der Höhle sammelt sich Wasser, ca. 1,5 m tief, smaragdgrün und kristallklar. Bis hier hin kommt man trockenen Fußes, doch am Ende dieses Höhlenraumes lockt ein Durchgang zu einem weiteren Teil. Hier muss man jedoch durch das ca. 1m tiefe Wasser waten. Belohnt wird man durch einen stockdüsteren und totenstillen Raum, in dem sich nur noch Fledermäuse zu Hause fühlen.
Die Höhlenerkundung ist ohne Seil möglich, erfordert jedoch ein wenig Klettergeschick. Für den hinteren Teil sind eine Taschenlampe und Treckingsandalen ratsam. Inklusive Hin- und Rückmarsch benötigt man 1 ½ - 2 Stunden für die Besichtigung der kompletten Höhle.

Nafplio die Perle des Peloponnes
Nafplio liegt am nördlichen Ende des Argolischen Golfes, am Fuße eines mächtigen Felsvorsprunges. In 200 Meter trohnt die Festung Palamidi, der größte Festungsbau Griechenlands. In unmittelbarer Nachbarschaft, aber erheblich tiefer liegt die Burg Akronauplia. Zu guter letzt erblickt man im Hafen, nur 500 Meter vom Land entfernt die Inselfestung Bourtzi, eine kleine sehenswerte Inselfestung, die ursprünglich die Fahrrinne verteidigte.
Eingefasst von all dieses Monumenten der Macht liegt die liebliche Altstadt von Nafplio mit einer schöne Hafenpromenade, gemütlichen Cafés, engen Gassen und vielen Restaurants, Tavernen und Bars und leider nicht zu übersehen, unzählige Souvenirläden. Der Stadtbummel am Tag lässt sich am Abend mit einem köstlichen Mahl in den Restaurants der Stadt und einem anschließenden Besuch der gut besuchten Cafés am Hafen gebührend abschließen. Das Preisleistungsverhältnis ist sehr gut, wir zahlten für ein einfaches aber gutes 3-Gänge-Menü nur 12 Euro. Wem tagsüber nur nach einer Kleinigkeit, z.B. Gyros Pita, ist, der wird am Busbahnhof fündig.

Da es keine Hauptverbindungsstraße vom Südzipfel des Peloponnes-Daumens nach Nafplio gibt und die Straßen im Inland nicht immer die besten sind, erfordert die Anreise eine gute Planung. Wir entschieden uns für eine riskantere Variante über eine kleine aber sehr schön gelegene Nebenstraße. Diese zweigt nach dem ersten Drittel der Strecke Didyma - Epidavros nach Westen über Pelei ab und führt mit tollen Ausblicken an einem Bergrücken entlang bis in die Ebene von Iria. Die letzten Kilometer schraubt sich die Straße dann über zahlreiche Serpentinen hinunter. Die Straße ist durchweg geteert, was bei den auf meiner Karte in weiß eingezeichneten Straßen nicht selbstverständlich ist.
Parken und Übernachten ist im Hafen möglich, wenn auch die Nacht durch das rege Nachtleben sehr unruhig werden kann.
Wem es tagsüber wieder nach Strand ist, der sollte um die Bucht herum nach Kiveri fahren. Hier kann man sich im Schatten der Eukalyptosbäume an einem sauberen Kiesstrand von all dem touristischen Trubel wieder erholen.
Trans-Peloponnes mit Stopp in der Lousios-Schlucht
Nun war unser südlichster Punkt erreicht, und wir traten die Durchquerung des Peloponnes an, um an der Westküste wieder bis Patras hochzufahren. Doch wo lang? Rote Straße auf der Karte heißt nicht immer gute Straße in der Realität. Wir wählten die Strecke Kiveri – Tripoli – Megalopoli – Karitena und hatten auf dieser 1. Etappe keinen Grund zur Klage. Im Gegenteil, der Teil Kiveri – Tripoli ist wunderbar ausgebaut und bietet traumhafte Perspektiven.

Warum Karitena. Ganz einfach, von weitem lockt das Bergdorf schon durch eine beleuchtete Burganlage und von dort ist es nicht mehr weit bis in die Lousios-Schlucht. Dieser malerische Ort ist sehr gut intakt. Es wirkt nahezu wie aus dem Ei gepellt. Dies ist kommt sehr wahrscheinlich dadurch, dass die Arbeiter aus dem nahen Megalopoli hier ihre Wochenendresidenz pflegen. Ein kurzer Bummel durch die engen Dorfgassen lohnt sich.

Doch nun in die wilde und heilige Lousios-Schlucht. Ein gut ausgebaute Straße führt über Elliniko nach Gortis. Die Strecke ist gut beschildert. Unten angekommen, empfängt einen ein kleiner Parkplatz am Fuße der Schlucht. Über eine antike Brücke (nur PKW-geeignet) gelangt man auf die andere Flussseite, rechter Hand geht es dann zum Wanderweg durch die Schlucht hoch zu den Klöstern. Die Wanderung zum Kloster Prodrómou ist sehr empfehlenswert. Ein einfacher gut markierter Wanderweg führt am reißen Bergfluss entlang, und das letzte Drittel schweißtreibend hoch zum Kloster, man benötigt ca. 1h hin. An der Brücke vor dem schweißtreibenden Aufstieg bietet sich die Möglichkeit über eine Zisterne bis zum Fluss hinunter zu klettern. Das Kloster Prodrómou klebt imposant an den Felsen, ist aber sehr schlicht. Eine kurze Besichtigung der Eingangshalle und ein Blick vom Balkon des Klosters ist möglich.
Die vielen verschlossenen Türen und ernsten Blicke der Mönche heißen einen nicht gerade willkommen. Hier ist ganz klar der Weg das Ziel, schließlich wurde das Kloster nicht für die Touristen gebaut, sondern möglichst abgeschieden und versteckt in die Schlucht. Wer konnte damals ahnen, dass heute gerade diese Lage tausende Wanderer anlockt.
Wer das zweite Kloster Filosófou im Anschluss gleich mitbesichtigen will, den führt ein Wanderweg wieder hinunter in die Schlucht, dort entlang des Flusses und wieder hoch in die Hang (ca. 40 Min hin).
Zurück am Parkplatz wartet das kalte Wasser des Lousios auf ein überaus erfrischendes Bad, Hier soll schon Zeus nach seiner Geburt gebadet worden sein. Doch Vorsicht, die Strömung hat es in sich.

Die wilde Landschaft lockt nicht nur den Wanderer, sondern auch den Mountainbiker auf die Trails. Die weitestgehend nicht vorhandene Wegekennzeichnung relativiert jedoch die Planung einer Traumroute wieder. Es bietet sich hier eine Rundtour von Gortis, zum Kloster Kalamiou, an Atsicholos vorbei, bis Karitena und von dort zurück über Elliniko nach Gortis, ca. 2,5 h. Die erste Hälfte der Strecke führt traumhaft über Schotter- und schmale Teer-Straßen. Hinter Karitena führt dann jedoch kein Weg an der Nationalstraße bis Elliniko vorbei. Die rauschende Abfahrt nach Gortis entschädigt wiederum.
Auch Kanuten kommen hier auf ihre Kosten. Unterhalb von Gortis nimmt der Lousios befahrbare Formen an. Um Karitena gibt es ein paar Anbieter die sich auf dieses Abenteuer spezialisiert haben.
Olympia, die Wiege des Sports
Auf dem weiteren Weg zur Westküste lockt ab Karitena eine rote eingezeichnete Straße mit grünem Rand, was soviel mein wie: „Viel Zeit zum Schauen“, denn die Straße ist sehr kurvenreich und führt durch ein landschaftliches sehr schönes Gebiet. Ab Andritseria wird es dann ein wenig besser mit den Kurven. 4-5 Stunden sollte man jedoch einkalkulieren für die Strecke Karitena – Olympia. Letzteres kann aufgrund der umfangreichen Beschilderung nicht verfehlt werden. Sollte man auch nicht, denn schließlich liegen hier die Wurzeln unseres körperlichen Ertüchtigungsdranges. Beim Betreten dieser Ausgrabungsstätte erhält man zwar den Eindruck, dass sich hier auch stärke Kreaturen (z.B. Zyklopen) beim Verteilen der Steinbrocken ertüchtigt hätten, doch bringt das Museum wieder Licht (Sinn) in das Pussel. 3h die wir hier ohne Zeitgefühl inmitten von Steinen und Schautafeln verbrachten sprechen für sich!
Panoramaplatz in Savalia
Die fruchtbare Nordwestküste bietet die ersehnten Sandstrände, die wir bisher auf der Rundtour vermisst hatten. In Savalia Beach fanden wir einen Platz zum Relaxen: Unmittelbar am Strand, leicht erhöht mit einem herrlichen Panorama, schattenspendende Pinien in Hängematten-Distanz und wasserspendende Strandduschen – was will man mehr. Der einzige Wermutstropfen war der Saisonschluss (Anfang September!) der hiesigen Tavernen.

Kalogria – eine Landschaft für sich
Aufgetankt und neugierig auf weitere Traumstrände zog es uns bis nach Kalogria an den nord-westlichsten Zipfel kurz vor Patras. So nah am Hafen- und Industrie-Molloch vermutet man kaum solch eine urige Landschaft: unendlicher Sandstrand und Dünen, dahinter Lagunen und unberührter Pinienwald. Zufahrten zum Strand gibt es hier zahlreiche, der Parkraum direkt am Strand ist jedoch meist begrenzt. Die besten Parkmöglichkeiten bietet der Strand von Kalogria selbst. Dieser Platz ist daher auch gut besucht. So wie wir verbringen hier viele Wohnmobil-Urlauber ihre letzten oder ersten Urlaubstage. Wenn der Schock über die Vielzahl der Womos verdaut ist, wird die Schönheit und Einzigartigkeit dieser Landschaft erkennbar:
Der Strand und
die Dünen
Wer sich in diesem Urlaub noch nicht müde gelaufen hat,
schafft es hier sicherlich:
Nach nur 15 Min Strandspaziergang erreicht man die
Riesendüne am
Nordende der Bucht.
Nach kräftezehrendem
Aufstieg kann man die Düne mit ein wenig Armarbeit
wieder runterrutschen.
In die andere Richtung findet das Auge kein Ende.
Der Pinienwald
Früh morgens per Velo
durch den Urwald der Bucht – Morgenlicht
kombiniert mit saftigem Pinienwald, Steppe und Lagunen - ein gelebter
Traum. Die Schotter/Sand-Wege sind mit einem Mountainbike gut zu
bewältigen und führen bis an das südliche
Ende der Bucht bei C.Kounoupeli. Wer hier noch Lust hat sollte
unbedingt den Feldweg rechts zur Burgruine
und weiter bis zum Leuchtturm-Überbleibsel strampeln, die
Steigung ist zwar heftig, doch das Panorama belohnt allemal. Bis hier
hin und zurück benötigt man ca. 2 h.
Das Cap Araxos
Auch gut mit dem Fahrrad zu erreichen. Den Weg dorthin findet man,
indem man vom Strand an der ersten Abzweigung Richtung Hotel
über die Brücke und gleich wieder links
fährt. Anfangs schlängelt sich die schmale
Straße zwischen Berg und Lagune entlang, rechter Hand liegt
die malerische Kapelle gefolgt von einer Heilquelle,
der Gestik eines Badenden nach, gut gegen Rheuma.
Nach einer noch-nicht-zu-besichtigenden Burganlage linker Hand, kommt
der unangenehmere Teil der Strecke, ein riesiger Übertagebergbau
zur Zementherstellung
beherrscht die Landschaft. Man hält sich links, nach der
Einfahrt des Geländes wird es schlagartig wieder
schöner. Das Dorf C.Aroxos ist nicht mehr weit. Ab hier führt eine steil
ansteigende Schotterstraße
mit Waschbretteinlagen
bis an das Ende des Cap. Dort angekommen, kann man nach dem Genuss des
Panoramas downhill an
einen bildschönen Strand fahren. Das einzige Makel dieses
Strandes ist das lärmende Notstromaggregat
der dortigen Taverne – Entlegenheit
hat auch seinen Preis.
Die Lagunen
Mit dem Kanu, kurz vor der Riesendüne in den Fluss und von
dort in durch die Lagunen solange die Arme paddeln. Springende Fische
begleiten einen, Krokodile haben wir leider keine gesichtet ;-).
Und last but not
least das Meer,
feinster Sand, glasklares und sauberes Wasser.
Rückreise: Patras – Ancona – Stuttgart
Alles hat ein Ende, leider auch dieser grandiose Urlaub. Die Trennung fiel schwer, wahrscheinlich waren wir auch deshalb „just in time“ am Hafen. Zwei Stunden sind von Kalogria bis zum Hafen von Patras gewagt bemessen. Wir werden beim nächsten Mal drei Stunden einplanen, dann reicht’s auch noch zum letzten Tanken und Einkaufen ;-). Auch das Einchecken bei der Anek erfordert einen zeitlichen Puffer, denn das Büro liegt außerhalb des eingezäunten Hafengeländes an der Hafenstraße ohne Parkplätze. Also im Hafen parken, 5-10 Min hinaus spazieren, einchecken und wieder zurück. Pünktlich legte die Fähre (mit uns) ab und machte sich auf den Weg nach Ancona. Trotz der nahenden Heimat war das Urlaubs-Feeling noch lange nicht vorbei. Live-Musik an Bord, ein Zwischenstopp in Igourmenitsa und die Disco versüßen den Abend. Am nächsten Morgen war der Besuch des Swimming- und Wirl-Pool am Achtern-Deck ebenso Pflichtprogramm. Und gegen 14:00 Uhr war der Hafen von Ancona schon erreicht. Zu früh um die letzten 900 km nach Hause anzutreten, und so sprangen wir noch mal in die Adria bei Marina di Montemarciano. Gegen 17:00 brachen wir zur letzten Etappe auf. Hinter der italienisch-schweizerischen Grenze nächtigen wir für 4 h, um dann die letzten 400 km bis Weil der Stadt zu rollen. Pünktlich zum Frühstück um 10:00 Uhr kamen wir zu Hause an - Was für ein Urlaub!
